Was ist dran an diesen Ernährungsmythen?

Essen am Abend macht dick, Tomatenstrunk ist giftig, und nur dunkles Brot ist gesund. Ernährungsmythen gibt es viele – stimmen müssen sie deswegen aber noch lange nicht.

 

Hier ein Überblick:

Dunkles Brot ist gesünder als helles Brot?

Bei Getreideprodukten wie Brot, Nudeln, Reis und Mehl ist die Vollkornvariante die beste Wahl für die Gesundheit, sagt Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). «Lebensmittel aus Vollkorn sättigen länger und enthalten mehr Nährstoffe als Weißmehlprodukte.» Aber: Nicht jedes dunkle oder körnige Brot oder Brötchen ist auch ein Vollkornprodukt. «Brötchen kann man auch mit Malzextrakt dunkel und mit Sonnenblumenkernen körnig machen», sagt Silke Restemeyer.

• Deshalb am besten beim Bäcker genauer nachfragen bzw. im Supermarkt genau auf die Inhaltsstoffe achten!

Spinat darf man nicht noch einmal aufwärmen?

Das stimmt so nicht. Denn diese Ernährungsregel ist sehr alt. «Sie stammt noch aus Zeiten, in denen es keinen Kühlschrank gab», sagt Monika Bischoff, Vorstandsmitglied im Berufsverband Ökotrophologie. Das Problem sei nicht das zweite Aufwärmen, sondern das langsame Abkühlen: Kühlt gekochter Spinat nur langsam ab, wandeln Bakterien im mittleren Temperaturbereich ungefährliches Nitrat in schädliches Nitrit um.

Tomaten

Ist der Tomatenstrunk giftig?

Die grünen Stellen an der Tomate enthalten Solanin. «Dieses Gift dient der Pflanze zur Abwehr von Schädlingen», erklärt Seitz. Bei Menschen können Vergiftungserscheinungen wie Kopf- und Bauchschmerzen auftreten, wenn sie sehr viel Solanin aufnehmen. Dafür müsste ein Erwachsener aber eine sehr große Menge unreifer Tomaten oder Strünke essen.

Kaffee

Kaffee entzieht dem Körper Wasser?

«Es schadet zwar nicht, zu einer Tasse Kaffee auch ein Glas Wasser zu trinken, notwendig ist es aber nicht», sagt Restemeyer. Denn Kaffee werde wie alle anderen Getränke in die Flüssigkeitsbilanz einbezogen. Insgesamt sollte ein körperlich wenig aktiver Erwachsener bei mitteleuropäischen Temperaturen pro Tag etwa 2,5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen.

In der Schale von Obst und Gemüse sind die meisten Vitamine?

Das stimmt. Die meisten Vitamine und sekundären Pflanzeninhaltsstoffe sitzen bei Obst und Gemüse direkt in oder unter der Schale, erklärt Restemeyer. «Deshalb ist es wichtig, Obst und Gemüse mit Schale zu genießen.» Der Vorteil überwiege die gesundheitlichen Gefährdung durch mögliche Pestizide in der Schale.

• Trotzdem am besten die Schale vorher gründlich abwaschen!

Frischer Spinat

Superfood macht fit und beugt Krankheiten vor?

Stimmt nur teilweise. «Sogenanntes Superfood sind Lebensmittel mit besonders vielen Nährstoffen», erklärt Monika Bischoff. Eine offizielle Definition des Begriffs gebe es aber nicht. Ob ein Lebensmittel wirklich fit macht und Krankheiten vorbeugen kann, hänge vom jeweiligen Produkt ab. «Heimisches Superfood wie zum Beispiel Kohl ist gesund und macht fit», sagt sie. Von exotischen Lebensmitteln wie Chiasamen oder Acaipulver rät sie dagegen ab.

• Statt Chiasamen gehen genauso gut Leinsamen!

Gefrorenes Essen verdirbt nicht?

Stimmt so nicht. «Einfrieren ist eine empfehlenswerte Methode, um Lebensmittel mittel- bis langfristig aufzubewahren», sagt Silke Restemeyer. Durch das Lagern bei Temperaturen von minus 18 Grad blieben Nährstoffe, Geschmack und das Aussehen weitestgehend erhalten. Mit der Zeit fänden aber trotzdem Abbauprozesse statt. Sie sorgen dafür, dass die Lebensmittel irgendwann nicht mehr gut schmecken. Silke Restemeyer rät: «Wer die Verpackung direkt mit Einfrierdatum, Menge und Inhalt beschriftet, behält einen besseren Überblick über seinen Vorrat.»

Käserinde darf man nicht mitessen?

Kommt drauf an. Entscheidend ist, wie die Rinde entstanden ist. «Natürlich gereifte sowie unbehandelte Käserinden sind essbar und geben wie etwa bei Edelschimmelkäse ein besonderes Aroma», erklärt Seitz. Künstliche Käserinden aus Wachs oder Kunststoff seien dagegen nicht zum Verzehr geeignet. «In diesem Fall muss sich ein Hinweis auf der Verpackung stehen.»

Abends essen macht dick?

«Wer zu viele Kalorien zu sich nimmt, nimmt zu. Wer zu wenig Kalorien zu sich nimmt, nimmt ab», sagt Monika Bischoff. Für Gesunde in einer normalen Gewichtsgruppe sei es irrelevant, wann sie das Essen einnehmen. «Wer abnehmen möchte, kann aber trotzdem ausprobieren, abends auf das Essen zu verzichten», sagt die Ökotrophologin. Vielen Menschen falle es leichter, am Abend auf eine Mahlzeit zu verzichten als zum Beispiel auf das Frühstück.

Schnaps

Ein Schnaps nach dem Essen hilft der Verdauung?

Das stimmt nicht, sagt Restemeyer. Alkohol rege zwar die Magensäureproduktion an, könne möglicherweise ein Enzym zur Eiweißverdauung im Magen stimulieren und habe eine betäubende Wirkung auf die Magennerven. «Er hilft aber nicht bei der Fettverdauung.» Vielmehr spalte der Verdauungstrakt vor dem Fett erst einmal den Alkohol auf, weil er auf diese Weise einfacher Energie gewinnt. «Durchsetzt mit Schnaps wird fettreiche Kost also eher langsamer verdaut.»

Fitness-Rezept: Thunfisch-Omelette

Richtig Hunger nachdem du im life Fitnessclub Saalfeld alles gegeben hast? Dann ist dieses Omelette nach dem Fitnessstudio genau das richtige: Eier, Thunfisch und Hüttenkäse bringen dringend benötigtes Protein in den Körper. Und wenn das auch noch saftig und lecker schmeckt, wird sich auch keiner beschweren.

Das ist drin/Portion:

  • Kalorien: 603 kcal
  • Protein: 72 g
  • Fett: 32 g
  • Kohlenhydrate: 6 g

So lange dauert’s:

  • Vorbereitung: 5 min
  • Kochzeit: 15 min

Das brauchst Du für 1 Riesen-Portion

  • 1 Dose Thunfisch im eigenen Saft
  • 100 g Champignons
  • 3 Eier
  • 50 g Hüttenkäse
  • 1 Schalotte
  • Schnittlauch
  • 1 EL Öl
  • Salz, Pfeffer

So geht’s:

  1. Schalotte schälen, Champignons putzen und beides in Streifen schneiden.
  2. 1 EL Öl in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen und die Schalotte und Champignons braun anbraten.
  3. Die Eier in einer Schüssel mit dem Hüttenkäse gut verquirlen. Den Thunfisch gründlich abtropfen lassen, hinzufügen und gut vermischen.
  4. Die Eimasse zu den Schalotten und den Champignons in die Pfanne geben und ca. 10 bis 15 Minuten bei geschlossenem Deckel und mittlerer Temperatur stocken lassen.
  5. Vor dem Servieren mit frisch gemahlenem Pfeffer und Salz nach Geschmack würzen und mit Schnittlauch servieren.

Bouldern in den Ferien

Bouldern – Klettern ohne Seil in Absprunghöhe

Bouldern ist vor allem für Anfänger gut geeignet, die keine Kletter- bzw. Sicherungserfahrung besitzen. Besonders Kinder können hier erste Klettererfahrung sammeln.

Beim bouldern klettert man nur ca. 3 m hoch und kann jederzeit auf eine Sicherungsmatte abspringen oder abklettern. In der Halle kann mit Turnschuhen geklettert werden. Kletterschuhe können bei uns auch ausgeliehen werden.

Unsere Boulderhalle ist zu unseren Öffnungszeiten wochentags von 8 bis 22 Uhr und an den Wochenenden von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

In dem Zeitraum vom 24.07. bis  27.07.18 ist die Boulderhalle leider nicht zugänglich, da die Halle komplett umgeschraubt wird. Ab dem 28.07. kann dann wieder gebouldert werden und die neuen Kletterrouten ausprobiert werden.

 

Trend: Stand-Up-Paddling

Balanceakt auf dem Board fordert den ganzen Körper

Ein Board, ein Paddel, ein Gewässer – mehr braucht es nicht, um sich beim Stand-Up-Paddling fit zu halten. Einzige Voraussetzung für den Sportler: Er muss schwimmen können. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, ins Wasser zu fallen, nicht so groß, wie man meinen könnte.

Foto: Arne Dedert

Frankfurt/Main (dpa/tmn) – «Die Kulisse der Stadt mitten auf dem Wasser stehend zu sehen, das hat mich geflasht.» Das erzählt Robin Kassel, wenn er an seine erste eigene Tour als Stand-Up-Paddler auf dem Main in Frankfurt zurückdenkt.

Es war der Beginn einer Leidenschaft für das Stehpaddeln, die schnell auch seine Frau infizierte. «Man kann SUP wunderbar gemeinsam betreiben, auch für Kinder geht das oder für Menschen, die sich gar nicht für so sportlich halten oder lange keinen Sport mehr gemacht haben – wenn sie schwimmen können», erklärt Kassel. Denn das ist für alle Teilnehmer unbedingt die Voraussetzung, um mit Brett und Paddel losziehen zu dürfen.

Obwohl an den Standorten von Kassels SUP-Schule mittlerweile rund 2000 Menschen pro Jahr paddeln, ist sie für ihn bisher nur ein Nebenerwerb. Christian Hahn aus Berlin, Präsident der erst 2014 gegründeten «German Stand Up Paddle Association» (GSUPA), spricht zwar von der «am schnellsten wachsenden Wassersportart der Welt». Dass sich jemand alleine mit SUP den Lebensunterhalt verdienen kann, hält er aber derzeit für unmöglich.

Die SUP-Szene wird aktuell von vielen kleinen kommerziellen Anbietern bestimmt. Der Kanu-Verband reklamiert für sich eine Führungsrolle und hofft dank SUP auf neue, jüngere Mitglieder. Ulrich Clausing, Geschäftsführer Freizeitsport des Kanu-Verbandes in Duisburg, sagt: «SUP ist kein kurzfristiger Trend, sondern zeigt eine stabile Entwicklung, gerade in Großstädten mit geeigneten Gewässern.»

Robin Kassel konzentriert sich auf Freizeitsportler. Deshalb arbeitet er vor allem mit aufblasbaren Boards, weniger mit den Hard-Boards aus der Rennserie. Wer sich selbst eines zulegen möchte, sollte nicht unbedingt zur Discounterqualität greifen: «Ein billiges Brett kann für Kinder mit geringem Körpergewicht durchaus funktionieren. Aber um wirklich dauerhaft Spaß an SUP zu haben, sollte man an der Ausrüstung nicht sparen.»

Bevor es aber aufs Wasser geht, kommt für den Neuling an Land ein bisschen Theorie. Man lernt das Board mit Finnen und Halteleinen sowie das Paddel kennen, die Einstellung der passenden Paddellänge, die Paddeltechnik und die richtige Körperhaltung. Nach Trockenübungen und Sicherheitseinweisungen startet der praktische Teil. Zwei Stunden dauert in der Regel so eine Einführung.

Eine der am meisten gestellten Fragen von Anfängern: «Was passiert, wenn ich ins Wasser falle?» Zunächst gilt: rasch wieder aufs Brett! SUP-Boards sind länger und breiter als Surfbretter und dadurch kippstabiler. Die Wahrscheinlichkeit, ins Wasser zu purzeln, ist bei ruhigem und umsichtigem Verhalten geringer als gedacht.

Qualifizierte und zertifizierte Anbieter achten darauf, dass Kinder immer eine Schwimmweste tragen, für Erwachsene sollten ebenfalls Westen im Angebot sein. Bei kühlem Wetter schützen Neopren-Anzüge und auch -Füßlinge. Für Gruppen gibt es oft größere Event-Boards, die mehrere Personen gleichzeitig tragen. Und Yoga auf dem SUP-Brett taugt nicht nur für schöne Fotomotive, es ist auch ziemlich effektiv, weil man den Körper immer wieder ausbalancieren muss.

« Stehpaddeln ist als Kombination aus Wellenreiten und Kanufahren ein hervorragendes Ganzkörper-Workout», sagt Ulrich Clausing von Deutschen Kanu-Verband. Und nicht zu vergessen: Als Sport, der draußen in der Natur betrieben wird, ist SUP für jene, die sonst im Büro hocken, ein schöner Ausgleich.

Neuer Kurs für Jugendliche – Youth Club

Sport, der Spaß macht!

Für Schüler und Schülerinnen ab 13 Jahre.

  • Runter vom Sofa, raus aus der Komfortzone
  • Schlank und stark sein durch effektives Muskel – und Herzkreislauftraining
  • Wechselnde Inhalte, die du mit gestalten kannst
  • Energie tanken für einen super Start ins Wochenende

Zumba, Step, Zirkeltraining, Workout mit Kleingeräten, Indoorcycling – alles ist möglich.

Immer freitags von 16 bis 17 Uhr.

Bitte vorher anmelden.

Sport wirkt entzündungshemmend

In einer groß angelegten Studie über die Effekte von Sport auf das menschliche Immunsystem haben Forscher der Deutschen Sporthochschule Köln und der Uniklinik Köln gezeigt, dass Sport eine entzündungshemmende Wirkung besitzt.

Viele Erkrankungen in den Industrieländern, wie z.B. Herz- Kreislauferkrankungen, Krebs und Diabetes, entstehen unter anderem infolge chronischer Entzündungsprozesse. Seit längerem ist bekannt, dass körperliche Inaktivität und Übergewicht chronische Entzündungsprozesse fördern. Ein gesunder Lebensstil mit sportlicher Betätigung etwa in einem Fitnessstudio wirkt hingegen vorbeugend. Die dem zugrunde liegenden biologischen Mechanismen sind bisher nur teilweise bekannt. Die Forschungsergebnisse der nun veröffentlichten Studie belegen die positiven Effekte körperlicher Aktivität für die Gesundheit des Menschen bei.

Neuer Trainingsplan nötig? Neue Motivation? Fragt euer Trainerteam hier im LIFE Fitness Saalfeld

Die Kölner Forscher konnten nun nachweisen, dass intensive, regelmäßige sportliche Betätigung zu einem Anstieg von entzündungshemmenden Immunzellen, den sogenannten regulatorischen T-Zellen führt. Im Rahmen der Studie untersuchten sie Blutproben von jungen Eliteathleten – unter anderem auch der deutschen Hockey-Olympiamannschaft – und verglichen diese mit Proben von jungen und gesunden, aber untrainierten Probanden. Die Analyse der Daten ergab, dass die Frequenz der regulatorischen T-Zellen in Abhängigkeit von der körperlichen Fitness der Probanden zunahm. Diese Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass körperliche Aktivität durch eine Steigerung regulatorischer T-Zellen entzündungshemmende Effekte erzielt.

Seite 1 von 212